Werden Dopingfälle in RLP bald nur noch von der Staatsanwaltschaft Zweibrücken bearbeitet?

Zweibrücken könnte bald zu einer Hochburg im Kampf gegen Doping werden.

Zweibrücken könnte bald zu einer Hochburg im Kampf gegen Doping werden.

Ein interessanter Artikel der Zeitung “Pfälzischer Merkur” offenbart, dass es in Rheinland-Pfalz bald eine Konzentration bei der Bearbeitung von Dopingfällen geben könnte.

Justizministerium ist nicht abgeneigt

Geht es nach dem Zweibrücker Generalstaatsanwalt Horst Hund, würden Strafsachen die unter das neue Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG) falllen bald nur noch von der dortigen Behörde bearbeitet werden. Das Justizministerium soll nicht abgeneigt sein. Der Vorschlag wird derzeit geprüft.

Gründe für eine zentrale Zuständigkeit

Folgende Argumente werden genannt:

  • Komplexität der Doping-Fälle

  • Geringes Fallaufkommen: Hund rechnet nur mit 5-10 derartigen Fälle pro Jahr in RLP; zu wenig, um an jedem Behördenstandort Expertise aufzubauen

  • Optimierung der Ermittlungen und Aufklärungsmethoden, um den Dopingsündern auf die Schliche zu kommen

“Ich will, dass sich hier jemand in die Materie einarbeitet” Generalstaatsanwalt Horst Hund, via Merkur

Ein durchaus sinnvoller Vorschlag, wie ich finde.

Wieso Zweibrücken?

Diese Frage wird in dem Artikel zwar angeschnitten, aber keineswegs zufriedenstellend beantwortet. Dort heißt es nur, dass der Standort in räumlicher Hinsicht egal sei, da es sowieso nur wenige Fälle gebe.

Ein schlagendes Argument für den Standort Zweibrücken sieht sicherlich anders aus. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es weitere gute Gründe gibt, die der Generalstaatsanwalt vielleicht nicht mit der Zeitung diskutieren wollte.