Vater rastet aus und attackiert Mörder seiner Tochter im Gerichtssaal

Der Fall erinnert an den von Marianne Bachmeier, die den Mörder ihrer Tochter im Gerichtssaal erschoss. Es ist erstaunlich, dass Angehörige und Nebenkläger nicht häufiger im Gerichtssaal ausrasten.

Der Fall erinnert an den von Marianne Bachmeier, die den Mörder ihrer Tochter im Gerichtssaal erschoss. Es ist erstaunlich, dass Angehörige und Nebenkläger nicht häufiger im Gerichtssaal ausrasten.

Es ist eigentlich verwunderlich, dass solche Szenen nicht häufiger vorkommen: Aug in Aug mit dem Mörder seiner 18-jährigen Tochter kann ein Vater nicht mehr an sich halten und attackiert den ihn angrinsenden Straftäter im Gerichtssaal. Das passierte vor wenigen Tagen in den USA.

Sein Ziel erreichte Van Terry allerdings nicht. Er wurde kurz davor noch von den anwesenden Beamten gestoppt. Der Mörder, Michael Madison, grinste weiter.

Er hatte Shirellda Terry im Sommer 2016 entführt, gefoltert, ermordert und in einem Müllsack entsorgt. Sie war damit das letzte von insgesamt drei Opfern des mehrfach vorbestraften Serienmörders.

So beschreibt der Vater seine Gemütslage vor der Attacke:

“I was thinking about how he mutilated my child, how you cut my child, and you did all this while my child was still alive so you caused my baby great pain [...] I don’t know if I thought about leaping or thought about what have you, I just know I wanted him” - so der Vater via Wahingtonpost

Der Vater bereut seine Tat nicht. Falls jetzt gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet werden sollte, habe er damit kein Problem. Was er getan habe, sei das Richtige gewesen.

Michael Madison bekam übrigens wenig später die Todesstrafe.

Der Fall erinnert ein bisschen Marianne Bachmeier, wie sie im Strafprozess gegen den Mörder ihrer Tochter eine Waffe acht Mal abfeuert und den Sexualstraftäter mit sechs Schüssen tötet. Mittlerweile gibt es natürlich Sicherheitskontrollen, die das Mitbringen von Waffen verhindern sollen.

Man sollte eigentlich annehmen, dass die enorme psychische Belastung von Nebenklägern und Opfern solche Szenen häufiger heraufbeschwören. Schließlich sitzen sie währen der Hauptverhandlung wenige Meter vom Täter entfernt im Gerichtssaal und müssen seine Gegenwart irgendwie ertragen.