Strafprozess gegen Skandalrichter aus Arkansas

Was ist Recht, was Unrecht? Da kann man anscheinend auch als Richter schon mal durcheinander kommen.

Was ist Recht, was Unrecht? Da kann man anscheinend auch als Richter schon mal durcheinander kommen.

Über den 70-jährigen Richter Joseph Boeckmann berichtete das Strafjournal als eine der ersten deutschen Quellen - vielleicht sogar als erste - schon am 10. Mai 2016. Es handelt sich um einen beispiellosen Fall von Machtmissbrauch durch eine Person, deren Aufgabe es eigentlich ist, Recht zu sprechen.

Worum geht es?

Kurz gesagt wird dem Richter vorgeworfen, dass er von Beschuldigten sexuelle Gefälligkeiten gefordert und Nacktbilder angefertigt habe. Im Gegenzug versprach er besondere Milde. Mehr pikante Details, unter anderem zum Holzpaddle welches der Richter gerne benutzte, müssen hier nicht erneut wiedergegeben werden.

Strafprozess steuert auf finale Phase zu

Ex-Richter Boeckmann inhaftiert

Inzwischen gibt es Neuigkeiten zu dem gegen Boeckmann eingeleiteten Strafverfahren. Der Richter sitzt inzwischen in Haft. Obwohl anscheinend keine Fluchtgefahr vorliege, sei der Vorwurf schwer genug um eine Inhaftierung zu rechtfertigen. Untergebracht ist er aus Sicherheitsgründen, wenig überraschend, separat von den gewöhnlichen Gefangenen.

Vorwürfe der Anklage

Eine Grand Jury hatte Boeckmann wegen 21 Anklagepunkten angeklagt. Dabei geht es auch um relativ junge Vorwürfe. Ein Zeuge ist dabei wohl ein Beamter des FBI. Dieser soll von drei Begegnungen mit Zeugen berichtet haben, die ihrerseits berichteten, dass Boeckmann versucht habe sie zu bestechen um belastende Zeugnisse in dem Strafverfahren gegen ihn zu verhindern.

Quellen: nwaonline vom 19. Oktober 2016, arkansasmatters.com vom 18. Oktober 2016