Kehrtwende: US-Justizministerium will privatisierte Gefängnisse abschaffen

Strafvollzug und Privatisierung? Das verträgt sich nicht. Dieser Ansicht ist nun auch das US-Justizministerium.

Strafvollzug und Privatisierung? Das verträgt sich nicht. Dieser Ansicht ist nun auch das US-Justizministerium.

Das amerikanische Justizministerium will von privater Hand geführte Gefängnisse wieder unter seine Fittiche nehmen. Das verkündete eine hochrangige Beamtin am Donnerstag in einem Memo. Geplant ist eine völlige Entprivatisierung.

Die Maßnahme betrifft aber nur die 13 privatisierten Bundesgefängnisse. Die meisten in den USA inhaftierten Personen sitzen in staatlichen Gefängnissen auf Ebene der Bundesstaaten.

Hintergrund sind die desolaten Zustände, die in den “private facilities” herrschen. Es ist beispielsweise nachgewiesen, dass es dort häufiger zu tätlichen Auseinandersetzungen kommt als in staatlichen Justizvollzugsanstalten. Eine ähnliche Erfahrung macht man derzeit auch in England, wo es regelmäßig Skandalmeldungen über privat geführte Einrichtungen gibt.

Die Vorwürfe gegen die privaten Betreiber lauten:

  • schlechte Sicherheitslage

  • schlechte medizinische Versorgung

  • Misshandlungen durch Gefängniswärter / Aufseher

  • schlechtes Essen

  • ...

Mehr dazu in der Washington Post.