Präsidentschaftswahl: Ted Cruz glühender Verfechter der Todesstrafe

Ein Bericht der New York Times vom 20. Januar 2016 schildert, dass Ted Cruz ein leidenschaftlicher Befürworter der Todesstrafe ist. Cruz will als Kandidat für die Republikaner in der US-Präsidentschaftswahl 2016 antreten und liefert sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Parteikollegen, Multimilliardär Donald Trump.

Ted Cruz ist starker Befürworter der Todesstrafe.

Ted Cruz ist starker Befürworter der Todesstrafe.

Verfechter der Todesstrafe beim US Supreme Court

Cruz ist Jurist, studierte an der Harward Law School und arbeitete als Rechtsanwalt und Generalstaatsanwalt. Nach seinem Jurastudium arbeitete er am US Supreme Court (Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten). Er war dort “law clerk”, das heißt eine Art juristischer Assistent, für zwei hochrangige Richter.

In seiner Zeit am Supreme Court fiel Cruz dadurch auf, dass er bei seinen Berichterstattungen mit Vorliebe die grauenhaften Details der verhandelten Mordfälle ausschlachtete, während andere Assistenten den Mordfall nur kurz zusammenfassten, um sich danach auf die rechtlichen Fragen zu konzentrieren. Er verhielt sich eher wie ein Vertreter der Anklage und machte den Eindruck, von der Todesstrafe besessen zu sein.

Ein Republikaner durch und durch

Cruz vertritt auch sonst äußerst konservative Positionen. Er ist Abtreibungsgegner und Verfechter des Rechts auf Waffenbesitz. Wen überrascht es, dass er auch die “Homo-Ehe” ablehnt?

Cruz war es übrigens auch, der im Jahre 2013 die bizarre 21-stündige Dauerrede (sog. filibuster) im Senat abhielt, mit der er Obama’s Gesundheitsreform torpedieren wollte.

Ted Cruz referiert 21 Stunden lang über Nonsens um Präsident Obama das Leben schwer zu machen.

Bei Kollegen unbeliebt

Ehemalige Kollegen berichten oft schlecht über Cruz. Andere Assistenten am Supreme Court fanden seinen Stil befremdlich und anstößig.

Darüber hinaus wird kein Geheimnis daraus gemacht, dass andere Politiker ihn nicht leiden können. Cruz selbst scheint mit all dem kein Problem zu haben. Er sagt über sich selbst: “Wenn Sie mit jemandem ein Bier trinken wollen, bin ich vielleicht nicht der Richtige.”

Präsidentschaftswahlen im November

Am 8. November entscheiden die Amerikaner dieses Jahr, wer nächster US-Präsident wird. Bis Mitte Juni legen sich Demokraten und Republikaner auf ihre Kandidaten fest. Bei den Demokraten sind Hillary Clinton und Bernie Sanders im Rennen. Bei den Republikanern sind neben Ted Cruz noch Donald Trump und (etwas abgeschlagen) Marco Rubio heiße Kandidaten.