Juror googelte seinen Fall und wird verurteilt

Dass Jury-Mitglieder den Fall googeln, über den sie urteilen sollen, ist ein zunehmendes Problem in einem Zeitalter der ständigen Verfügbarkeit von Internet und sozialen Medien.

Dass Jury-Mitglieder den Fall googeln, über den sie urteilen sollen, ist ein zunehmendes Problem in einem Zeitalter der ständigen Verfügbarkeit von Internet und sozialen Medien.

Martyn Greig wurde von einem Strafgericht in Schottland zu 170 Sozialstunden verurteilt, weil er den Fall googelte, über den er als Jury-Mitglied urteilen sollte.

Der Juror googelte Artikel über den Fall

Er offenbarte gegenüber anderen Juroren, dass er Artikel zu dem Fall per Google suchte. Mit seinen Recherche setzte er sich über ausdrückliche gerichtliche Anordnungen hinweg. Zu seinem Glück teilte er aber nicht die Ergebnisse seiner Recherche mit. Dies hat ihm vermutlich eine Freiheitsstrafe erspart.

In dem Prozess ging es um Sexualdelikte. Ein 22-Jähriger hatte Sex mit zwei noch nicht sexualmündigen Teenagerinnen. Er konnte trotz der Probleme mit der Jury noch zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren verurteilt werden.

Ein zunehmendes Problem

Der Fall offenbart ein zunehmendes Problem hinsichtlich des Jury-Prozesses im Allgemeinen. Von Juroren wird berechtigterweise erwartet, dass sie keine außergerichtlichen Informationen über ihren Fall einholen. Ansonsten wäre ein unbefangenes Urteil nicht gewährleistet.

Im Zeitalter der ständigen Verfügbarkeit von sozialen Meiden und in Anbetracht des völlig verbreiteten “Googelns” eine Erwartungshaltung, die sich als unrealistisch und weltfremd entpuppt.

Mehr zu dem Fall bei BBC News.