B-Probe von Felix Sturm positiv

Der Verdacht einer Strafat wurde durch eine positive B-Probe erhärtet. Allerdings könnte Sturm auch nur "Opfer" eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels geworden sein.

Der Verdacht einer Strafat wurde durch eine positive B-Probe erhärtet. Allerdings könnte Sturm auch nur "Opfer" eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels geworden sein.

Vor einigen Tagen wurde im Strafjournal der Fall Felix Sturm aufgegriffen. Nach dessen positiver A-Probe wurde das - aus sportlicher Sicht - unerfreuliche Ergebnis nun bestätigt: auch die B-Probe fiel positiv aus. Der Verdacht des strafbaren Selbstdopings wurde dadurch erhärtet.

Die bei Sturm nachgewiesene Substanz Stanozolol soll laut Dopingforscher Prof. Perikles Simon von der Uni Mainz Schnellkraft und Ausdauer fördern - wichtige Erfolgsfaktoren im Boxsport. Angesichts der guten Nachweisbarkeit des Dopingmittels auch über Monate hinweg geht der Dopingexperte allerdings davon aus, dass Sturm nicht absichtlich dopte. Alles andere wäre wohl sehr “ungeschickt”, um es wohlwollend zu formulieren.

Der Experte spekuliert daher gegenüber Deutschlandfunk, dass Sturm die verbotene Substanz zum Beispiel über ein Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen haben könnte. Simon rät seit langer Zeit Sportlern davon ab, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen. Diese weisen häufig Verunreinigungen mit Mitteln nach, die auf der Dopingliste stehen.

Es wird auf jeden Fall spannend zu beobachten sein, wie die Justiz, insbesondere die Kölner Staatsanwaltschaft nun weiter mit dem Fall Sturm verfahren wird.